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Donnerstag, 14 September 2017 00:24

SPOJI realisierte die größte humanitäre Aktion in Kosovo und Metochien für 15 Familien und 2 Einrichtungen

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- Bei Familie Radić in Klokot - 

||FOTOGALERIE || RECHNUNGEN + BESTÄTIGUNGEN|| СРПСКИ ||

Der Serbisch Orthodoxe Jugendverein Innsbruck (SPOJI) realisierte vom 18. bis 20. August 2017 mit großer Hilfe und Unterstützung der humanitären Organisation „Majka devet Jugovića“, der serbisch-orthodoxen Diözese für Raška und Prizren, erfolgreich die 16. humanitäre Aktion für armutsbetroffene Familien mit mehreren Kindern in Kosovo und Metochien. In Angesicht des Gesamtwertes dieser Aktion in Höhe von 15.487,92 Euro, war dies zugleich die bisher größte humanitäre Aktion von SPOJI in Kosovo und Metochien seit der Vereinsgründung im Jahr 2009.

Dieses Mal dauerte die humanitäre Aktion in Kosovo und Metochien 3 Tage. Dabei überquerten 10 Mitglieder und Freunde der Organisation SPOJI aus Österreich, Australien, Deutschland, der Schweiz und Serbien über 1.000 Kilometer, um 15 Familien und 2 serbische Einrichtungen zu helfen – im Rahmen dessen 45 Kinder und Jugendliche.

 

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- Vor der Kirche in Kondželj vor dem Passieren des Gebietes Kosovo und Metochiens - 

1. TAG: Gazimestan, Kloster Gračanica und drei Familien

Einige unserer Vertreter, aber auch unsere Freunde, waren bereits in Serbien da sie den Sommer dort verbrachten oder zu Besuch waren. Unter ihnen auch unser Freund Felix Sowinski aus Deutschland, der ausgezeichnet Serbisch spricht, da er 2015/16 in Belgrad studiert hat. Wie er selbst sagt, mag er Belgrad, Serbien und den Balkan besonders. Der Rest der Expedition kam an diesem Tag aus Österreich und der Schweiz am Flughafen Niš an, den wir als unseren Treffpunkt festlegten, um von dort unsere humanitäre Reise nach Kosovo und Metochien anzutreten, wo die Hälfte der Teilnehmer erst zum ersten Mal war, was natürlich einen besonderen Moment für sie darstellte.

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- Beim Gazimestan Denkmal - 

Bevor wir das Gebiet Kosovo und Metochiens betraten besuchten wir die Kirche in Kondželj bei Prokuplje worauf wir zu unserem ersten Stopp aufbrachen – das Denkmal Gazimestan. Am Ort wo sich 1389 die Schlacht am Amselfeld ereignete strahlt alles vor einer unsichtbaren, aber sehr wohl gegenwärtigen Energie. Gerade dieses Gefühl, das fast jeder von uns erlebt hat der zum ersten Mal diesen Ort besucht hat, gibt uns die Möglichkeit Kosovo und Metochien durch ein besonderes Fenster zu sehen.

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- Vor der Kirche im Kloster Gračanica - 

Nach dem Aufladen unserer geistigen Batterien am Gazimestan kamen wir zu unserem nächsten hell-strahlenden Punkt auf unserer Reise – zum Kloster Gračanica. Dort hatten wir die Gelegenheit uns etwas genauer mit der Geschichte des Klosters vertraut zu machen und uns noch einmal, nach einer bereits anstrengenden Fahrt, geistig, aber auch körperlich, zu erfrischen. Das Kloster Gračanica errichtete der heilige König Milutin 1321 und widmete es der Himmelfahrt Mariä. Dieses serbisch-orthodoxe Kloster befindet sich auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und stellt eines der bedeutendsten Denkmäler der serbischen mittelalterlichen Kultur dar.Bild könnte enthalten: 9 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen

- Bei Familie Mihajlović in Badovac - 

Daraufhin besuchten wir zum Abschluss des ersten Tages der 16. humanitären Aktion in Kosovo und Metochien drei Familien. Die Erste unter ihnen war Familie Mihajlović aus der Ortschaft Badovac bei Gračanica: Vater Ljubiša (49 Jahre), Mutter Snežana (40) und die Kinder Andrijana (18), Lazar (15) und Anastasija (11). Andrijana studiert während ihre Geschwister noch in die Schule gehen. Vater Ljubiša ist Taxifahrer auf Bestellung, aber es gibt leider nicht so viel zu tun. Andrijana arbeitet über den Sommer hinweg in einer Fabrik. Von regelmäßigen Einnahmen empfangen sie monatlich Sozialhilfe in Höhe von 15.000 Serbischen Dinar (ca. 126 Euro) und einen Mindestzuschuss von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro). Ansonsten betreiben sie ein wenig Landwirtschaft für den Eigengebrauch und Ljubiša ist außerdem ein Taubenliebhaber, der früher sogar bei Wettbewerben teilgenommen hat.

Familie Mihajlović haben wir mit dem Kauf eines Elektroherds, eines Kühlschranks und zwei Couches im Gesamtwert von 598,00 Euro geholfen.

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- Ein Teil der Hilfe die wir Familie Mihahjlović geliefert haben -

Die nächste Familie im Rahmen des ersten Tages war Familie Djordjević aus Gračanica: Mutter Jelena (42) und ihre Kinder Sanja (17), Sava (15) und Lazar (9). Jelena ist alleinerziehende Mutter, weil sie ihr Mann wegen einer anderen Frau aus dem Haus geworfen hat. Seither sorgt sie sich allein um ihre drei Schüler in einem kleinen Haus das sie mieten. Die Miete in Höhe von 100 Euro monatlich zahlt jedoch ihr Ex-Mann. Niemand in der Familie arbeitet und von den Einnahmen haben sie nur ein Kindergeld von 8.000 Dinar (ca. 70 Euro) monatlich.

Familie Djordjević haben wir mit dem Kauf einer Waschmaschine und drei Betten im Gesamtwert von 694,00 Euro geholfen.

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- Bei Familie Djordjević in Gračanica -

Die dritte und letzte Familie die wir am ersten Tag, aber nicht innerhalb der gesamten Aktion, besuchten, war Familie Cvetković, ebenfalls aus Gračanica: Mutter Milunka (44) und ihre Kinder Aleksandar (26) und seine Ehefrau Andjela (19), sowie seine Geschwister Dragan (19), Jovana (15), Jovan (14), Milica (11) und Filip (2). Milunka ist Witwe da ihr Ehemann vor ein paar Monaten an Krebs gestorben ist. In dieser Familie hat niemand einen Job außer Aleksandar der wegen der schwierigen Situation keinen Ausweg sah außer im Heer der sogenannten Republik Kosovo tätig zu werden. Seine Frau arbeitet währenddessen in einem Supermarkt. Jovana, die im Roten Kreuz Kosovo und Metochiens (R. Serbien) wohltätig arbeitet, war zum Zeitpunkt unseres Besuchs mit dem Roten Kreuz auf einem Ausflug. Von den Einnahmen haben sie ansonsten noch die Pension des verstorbenen Vaters in Höhe von 16.000 Dinar (ca. 130 Euro) und einen Mindestzuschuss von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro).

Familie Cvetković haben wir mit dem Kauf eines Elektroherds, eines Gefrierschranks und zweier Kleiderschränke im Gesamtwert von 628,00 Euro geholfen.

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- Der kleine Filip mit seiner Mutter Milunka -

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- Bei Familie Cvetković in Gračanica -

2. TAG: Kulturdenkmäler, Kloster Draganac, 10 Familien und zwei serbische Einrichtungen

Da wir einen sehr anstrengenden zweiten Tag und einen sehr engen Zeitplan in Sicht hatten, zogen wir bereits in den frühen Morgenstunden in die Besichtigung der Kulturdenkmäler in Gračanica. Zuerst besuchten wir das Denkmal „Missing“ vor dem Kulturzentrum, das den Personen gewidmet ist die seit den Kriegsjahren im Kosovo Ende der 1990er Jahre als verschwunden gelten bzw. ihre enthaupteten Körper niemals gefunden wurden. Das sind vor allem Menschen serbischer Herkunft, sowie viele Goraner, Bosniaken und andere Nichtalbaner, aber auch einige Albaner die auch von Seiten der UCK (sogenannte Befreiungsarmee des Kosovo) Terroristen ermordet wurden. 

Auf dem Denkmal zeigte uns unser Freund Stefan Popović aus Australien, der mütterlicherseits aus der Gegend von Peć (Metochien) stammt, seine Verwandte die bis heute nicht gefunden wurde.

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- Beim Denkmal "Missing" -

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- Beim Denkmal des heiligen Königs Milutin - 

Nach dem ersten, traurig ernüchternden, Besuch des Denkmals „Missing“, besuchten wir auch die Statue des heiligen Königs Milutin vor der Grundschule in Gračanica sowie das Denkmal des Miloš Obilić gleich gegenüber der Mauer die das Kloster Gračanica vor Eindringlingen beschützen soll. Danach machten wir uns auf den Weg nach Poneš in der Nähe von Gnjilane.

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- Beim Denkmal des Miloš Obilić -

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- Besorgung der Süßigkeiten und des Knabberzeugs für die Kinder und Jugendlichen -

Dort besuchten wir zuerst Familie Denić: Mutter Ružica (47) und ihre Kinder Aleksandar (26), Srdjan (24), Marija (22) und Miroslav (21), sowie ihre Großeltern. Ružica ist ebenfalls Witwe und alleinerziehende Mutter, da leider auch in dieser Familie der Vater der Kinder kürzlich verstorben ist. Bei den Denićs ist nur der älteste Sohn Aleksandar beschäftigt, der in einer Werkstatt arbeitet in der Stacheldraht hergestellt wird. Er war gerade zum Zeitpunkt unseres Besuchs bei der Arbeit und sein jüngster Bruder Miroslav war bei der Reparatur seines Autos. Sie betreiben etwas Landwirtschaft zum Eigennutzen und empfangen Pflegegeld für Srdjan in Höhe von 26.000 Dinar (ca. 220 Euro), der seit seiner Kindheit geistig behindert ist.

Familie Denić haben wir mit dem Kauf eines Elektroherds und drei Couches im Gesamtwert von 544,00 Euro geholfen.

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- Ausladen der Hilfe für Familie Denić in Poneš-

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- Bei Familie Denić in Poneš -

Die zweite Familie die wir in Poneš besucht haben waren die Trajkovićs: Vater Mile (35), Mutter Jelena (33) und ihre Kinder Katarina (10), Dušan (7), Pavle (6), Mina (5), Sava (3) und der jüngste unter ihnen – Uroš (3 Monate). Bei ihnen ist auch niemand beschäftigt und sie betreiben auch ein wenig Landwirtschaft für den Eigenverbrauch. Sie haben 9 Ziegen, um davon Milch und Käse zu erzeugen, und Schweine um Fleisch davon zu haben. Von den Einnahmen haben sie einen Mindestzuschuss von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro) und Kindergeld von 10.000 Dinar (ca. 80 Euro).

Das Ministerium für Rückkehrer der sogenannten Republik Kosovo baute ihnen ein neues Haus und richtete es mit Möbel und einer Waschmaschine ein. Wir haben Familie Trajković mit dem Kauf eines Gefrierschranks, zwei Teppichen und Vorhängen im Gesamtwert von 391,00 Euro geholfen.

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- Bei Familie Trajković in Poneš -

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- Gedenktafel an Umgekommene in Poneš -

Unser nächstes Ziel war Koretište, ebenfalls in der Nähe von Gnjilane, wo uns Familie Kovačević erwartete: Vater Igor (29), Mutter Jelena (28) und ihre Kinder Filip (9) und Sara (7), sowie ihre Großeltern Dobrivoje (54) und Mara (47). Igor arbeitet als Hilfsarbeiter, Putzmann, wo er 22.000 Dinar (ca. 180 Euro) verdient, während seine Familie noch Kindergeld in Höhe von 5.000 Dinar (ca. 40 Euro) bekommt. Sie betreiben Paprikaanbau, aber hauptsächlich für den Eigenverbrauch, weil es fast unmöglich ist zu annehmbaren Preisen im Kosovo zu verkaufen und nach Zentralserbien können sie nicht exportieren, da ihnen das der sogenannte Staat Kosovo nicht erlaubt. Sie haben vor ein paar Jahren ein Kind verloren und bemühen sich Filip und Sara eine, soweit es geht, normale Kindheit zu ermöglichen.

Familie Kovačević haben wir mit dem Kauf von Baumaterial und Sanitäreinrichtung für ein neues Bad und eine Toilette im Gesamtwert von 1.040,60 Euro geholfen.

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- Bei Familie Kovačević in Koretište -

Wir mussten noch eine Familie Trajković besuchen. Diesmal im Dorf Berivojce bei Kosovska Kamenica: Vater Negovan (42), Mutter Marijana (32) und ihr Kinder Anastasija (5) und Andreja (2) sowie ihre Großmutter Nazlanka (78). Bei diesen Trajkovićs ist leider auch niemand in einem Arbeitsverhältnis, aber auch Landwirtschaft können sie nicht betreiben da ihre albanischen Nachbarn ihr Vieh auf den Feldern der Familie Trajković weiden lassen. Hinter ihrem Hof und Haus wurde eine wahhabitische (Wahhabismus: radikaler islamischer Glaubenszweig) Moschee erbaut, die sowohl die serbischen als auch die albanischen Bewohner dieses Dorfes verunsichert, wie uns Negovan erzählte. Seine Familie empfängt monatlich Sozialhilfe von 9.400 Dinar (ca. 80 Euro) und Kindergeld von 5.400 Dinar (ca. 45 Euro). Außerdem ist bei ihnen interessant zu erwähnen, dass die Mutter der Kinder, Marijana, aus Albanien stammt, aber serbische Vorfahren hat. Sie spricht Serbisch und pflegt serbische und christlich-orthodoxe Bräuche und vermittelt sie ihren Kindern.  

Familie Trajković haben wir mit dem Kauf eines Kühlschranks, eines Kleiderschranks, eines Tisches und 6 Stühlen im Gesamtwert von 551 Euro geholfen.

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- Bei Familie Trajković in Berivojce -

Nun war es Zeit für eine kleine Verschnaufpause, die wir im Kloster Draganac machten. Dieses Gebetsobjekt stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist nach der Tochter des heiligen Zaren Lazar, die Dragana hieß, benannt. Dort hat uns im Namen des Klostervorstehers Vater Ilarion der unterwegs war, Vater Sofronije empfangen. Mit ihm hatten wir die Gelegenheit ein Glas Wasser zu trinken und etwas über dieses Gotteshaus zu sprechen, sowie über seinen Weg zur Orthodoxie. Die Geschichte von Vater Sofronije ist äußerst interessant, da er ein gebürtiger Amerikaner ist der in seiner Heimat als Jugendlicher zum christlich-orthodoxen Glauben konvertiert ist und bald darauf sogar in den Mönchszölibat im Kloster des heiligen German in Kalifornien, das Vater Serafim Rose errichtete, eingetreten ist. Die dortige Bruderschaft schickte ihn nach Serbien um Serbisch zu erlernen und er, fasziniert von Serbien und Kosovo und Metochien, entschied sich im Kloster Draganac zu bleiben.

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- Bei Vater Sofronije im Kloster Draganac -

Nach einem angenehmen Gespräch unter den Weinreben des Klosters Draganac und Gebeten für eine erfolgreiche Fortsetzung der humanitären Reise auf der wir uns befanden, ging es weiter zur Familie Ristić aus Izvor bei Novo Brdo: Vater Blagoje (48), Mutter Dragana (34) und ihre Töchter Kristina (15), Marina (13) und Maja (10). Auch bei den Ristićs ist leider niemand beschäftigt. Sie betreiben Landwirtschaft zum Eigenverbrauch und besitzen Hühner, Schweine und einen kleinen Garten. Die Töchter gehen alle in die Schule zu der sie mit dem Bus kommen. Von den regelmäßigen Einnahmen erhalten sie einen Mindestzuschuss von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro) und Kindergeld in Höhe von 8.000 Dinar (ca. 70 Euro).

Da sie einen Kuhstall benötigen, in der Hoffnung später Kühe zu kaufen und von der Landwirtschaft etwas zu verdienen und besser zu leben, haben wir Familie Trajković mit dem Kauf eines Kühlschranks, eines Kleiderschranks, eines Tisches und 6 Stühlen im Gesamtwert von 551 Euro geholfen.

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- Bei Familie Ristić in Izvor -

Direkt aus Izvor besuchten wir die Volksküche in Prekovce, die sich um ca. 2.000 Sozialfälle sorgt. Dort haben wir die Mitarbeiter der Volksküche beim Zubereiten von Tomatensaft und Wintersalaten angetroffen. Dabei stellte uns Frau Svetlana Stević, Präsidentin der humanitären Organisation „Majka devet Jugovića“, im Detail die Arbeit der Volksküche sowie unserer Partnerorganisation vor, dessen Vorsitzende sie ist. Das war ein sehr emotionales Gespräch, das viele unter uns fast zum Weinen brachte, wobei es tiefe Spuren bei uns allen hinterlassen hat. Besonders bei unserem Freund Felix aus Deutschland für den dieser Teil einer der prägendsten der gesamten Reise war.

Bei dieser Gelegenheit haben wir Frau Stević eine neue Fotokamera samt Tasche und Speicherkarte, für die Organisation „Majka devet Jugovića“, im Wert von 500,00 Euro übergeben. Diese wird ihnen dazu dienen die, immer zahlreicheren, Hilfsaktionen auf dem Gebiet Kosovo und Metochiens in besserer Qualität festzuhalten, was sich hoffentlich auch positiv auf weitere Aktivitäten auswirken wird.

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- In der Volksküche, Frau Svetlana Stević und ihr Ehemann der Priester ist -

In der Volksküche haben sie uns zu einem sehr leckeren Fastenmal zu Mittag eingeladen, da in der Orthodoxie zwei Wochen bis zum Feiertag Mariä Himmelfahrt gefastet wird. Nach dem Mittagessen besuchten wir in der Nähe die Farm der Volksküche, wo humanitäre Hilfe in Form von Baumaterial für die Umzäunung des Platzes für ihre Kühe im Gesamtwert von 2.032,50 Euro geliefert wurde.

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- Ein Teil der gelieferten Hilfe für die Volksküche, auf ihrer Farm -

Der nächste Halt war in Klokot bei Kosovska Vitina, wo wir Familie Radić geholfen haben, der wir 2015 bereits eine Waschmaschine und Grundnahrungsmittel kauften: Vater Nebojša (41), Mutter Ivana (33) und ihre Söhne Darko und Dejan (beide 12), Nemanja (9) und Jovan (5). Auch hier hat niemand einen Arbeitsplatz. Nebojša ist als ehemaliger Polizist in Pension, während sich der Zustand seiner Frau Ivana wegen der gesamten Situation verschlechtert hat weswegen sie sich in Zlatibor (Westserbien) auf Kur befindet. Sie bekommen Nebojšas Pension in Höhe von 30.000 Dinar (ca. 250 Euro) und Kindergeld von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro).

Familie Radić haben wir mit dem Kauf eines Gefrierschranks, eines Elektroherds und eines Holzofens im Gesamtwert von 588 Euro geholfen.

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- Auf dem Weg nach Klokot -

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- Mit den jungen Radićs -

Ebenfalls in der Umgebung von Kosovska Vitina befindet sich das Dorf Mogila, wo wir Familie Milošević besuchten: Ehemann Slobodan (27), Ehefrau Marija (30) und seine Brüder Dalibor (30) und Dejan (24), sowie ihre Mutter Svetlana (51). Das Ehepaar Milošević hat leider noch keine Kinder, das sie Schwierigkeiten haben welche zu bekommen, aber wir hoffen, dass unsere Hilfe ein positiver Anreiz in Gottes Augen sein wird und sie in naher Zukunft Zuwachs bekommen werden. Slobodan arbeitet ab und zu als Arbeiter in der Landwirtschaft wenn es irgendwo nötig ist, aber ansonsten ist niemand beschäftigt. Einer seiner Brüder wurde vor einigen Jahren auf ihrem Feld von Albanern ermordet. Sie erhalten auch Sozialhilfe in Höhe von 10.000 Dinar (ca. 80 Euro).

Familie Milošević haben wir mit dem Kauf eines Kühlschranks und zwei Couches im Gesamtwert von 469 Euro geholfen.

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- Auf dem Weg nach Mogila, ein älterer Herr mit einer serbischen Trachtenkappe (Šajkača) -

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- Ausladen der Hilfe für Familie Milošević -

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- Bei Familie Milošević in Mogila -

Vrbovac, das nächste Dorf in derselben Gegend. Familie Kojić dessen Mitglieder folgende sind: Vater Stanko (40), Mutter Olgica (37) und ihre Kinder Željko (19), Nikola (15), Kristina (13) und Veljko (11) sowie ihr Großvater Vladimir (75). Niemand hat einen Job und sie betreiben Landwirtschaft für ihre eigenen Zwecke. Olgica sollte aber bald einen Arbeitsplatz bekommen. Der älteste Sohn Željko geht in die Orthodoxe Mittelschule in Prizren und will später Priester werden. Auch sie erhalten Kindergeld von 8.000 Dinar (ca. 70 Euro) und Sozialhilfe von 23.000 Dinar (ca. 190 Euro).

Familie Kojić haben wir mit dem Kauf von Sand, einer Tür und einem Fenster sowie Baumaterial für den Bau eines zusätzlichen Zimmers im Gesamtwert von 2.003,80 Euro geholfen.

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- Bei Familie Kojić in Vrbovac -

Die letzte Familie in der Gegend von Kosovska Vitina war Familie Jerinić im Dorf Grnčar: Vater Saša (36), Mutter Aleksandra (35) und ihre Kinder Aleksandar (13), Katarina (8) und Emilija (4) sowie ihre Großeltern Zoran (62) und Zorica (60). Niemand außer Saša ist beschäftigt. Er hilft als Arbeiter in der Landwirtschaft aus wenn seine Dienste benötigt werden, aber betreibt diese auch für den Eigengebrauch seiner Familie. Sie besitzen 20 Ar Himbeeren, aber in diesem Jahr gab es keinen Verkauf, wie sie uns sagten. Daneben haben sie drei Schweine und einen Eber fürs Fleisch und einen Stier und Hühner. Sie empfangen einen Mindestzuschuss von 11.000 Dinar (ca. 90 Euro) und Kindergeld von 8.000 Dinar (ca. 70 Euro).

Familie Jerinić haben wir mit dem Kauf eines Kleiderschranks und zwei Couches im Gesamtwert von 370 Euro geholfen.

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- In Grnčar, Straßen nach Sportlegenden Saša Djordjević und Novak Djoković benannt -

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- Lieferung der Hilfe an die Jerinićs -

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- Bei Familie Jerinić in Grnčar -

Gegen Ende des zweiten Tages unserer humanitären Aktion fuhren wir obwohl es schon dunkel wurde zur serbischen Enklave Štrpce zur Familie Dogandžić, ansonsten hätten wir es am nächsten Tag nicht mehr geschafft: Vater Srdjan (42), Mutter Marina (37) und ihre Kinder Marija (19), Stefan (17), Ljubinka (11), Andjela (9) und Jovan (6). Leider, wie auch bei den meisten Familien im Kosovo, hat auch bei ihnen keiner eine bezahlte Arbeit. In diesem Jahr haben sie begonnen Himbeeren anzubauen in der Hoffnung, dass es sich in den kommenden Jahren auszahlen wird. Beide Ehepartner leiden wegen der schwierigen Lebenslage und ständigen Sorgen unter Depressionen, aber trotzdem geben sie nicht auf.

Wegen der Dunkelheit die sich schon breit machte als wir in Štrpce ankamen, konnten wir ihre Himbeerplantage die sie im April dieses Jahres pflanzten nicht besichtigen, doch haben wir Familie Dogandžić mit dem Abbezahlen von 15 Ar Himbeersämlingen im Gesamtwert von 750 Euro geholfen. So haben sie wenigstens eine Sorge weniger.

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- Ankunft bei Familie Dogandžić, der wir zugleich die Hilfe von "Majka devet Jugovića" brachten - 

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- Die kleinen Dogandžićs spielen mit unserem Freund Stefan aus Australien - 

3. TAG: Kloster Visoki Dečani, Patriarchat von Peć und zwei Familien

Am allerletzten Tag der 16. humanitären Aktion von SPOJI in Kosovo und Metochien brachen wir noch früher auf, fast vor dem Morgengrauen, damit wir rechtzeitig zur heiligen Liturgie im Kloster Visoki Dečani ankamen, wo uns schon die Bruderschaft des Klosters erwartete. Wir kamen genau zu Beginn der heiligen Liturgie an, der wir alle beiwohnten und viele unter uns empfingen die heilige Kommunion, da sie in der ersten Woche der Fastenzeit gen Mariä Himmelfahrt fasteten. Für manche war es ein besonderes Ereignis die heilige Kommunion in diesem Gotteshaus zu empfangen, das nie zerstört wurde und ebenfalls Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist. Alle, ohne Ausnahme, spürten einen starken Strom positiver Energie während der gesamten heiligen Liturgie, nach der wir uns auch vor den unverderblichen Gebeinen des heiligen Königs Stefan Dečanski verbeugen und seinen Segen empfingen konnten. Wenn die Bruderschaft des Klosters während der heiligen Liturgie beginnt gemeinsam im Einklang zu singen, dann lässt das niemanden kalt, auch viele ausländische Touristen nicht, die auch dem Gebet beiwohnten.

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- Vater Petar erzählte uns von den wichtigsten Details über das Kloster Visoki Dečani - 

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- Fahrzeug der KFOR Truppen Österreichs vor dem Kloster Visoki Dečani - 

Wir blieben etwas länger im Kloster Visoki Dečani, das weiterhin von KFOR Truppen bewacht wird. Auch dieses Jahr konnten wir italienische und österreichische Soldaten vor und innerhalb des Klosterkomplexes antreffen. Wir haben auch die Gelegenheit genutzt uns in einem angenehmen Gespräch mit Vater Isaija über bisherige Erfahrungen unserer Arbeit und zukünftige Pläne der Organisation SPOJI als auch jedes Einzelnen unter uns auszutauschen. Vater Petar erklärte uns alle Details im Zusammenhang mit dem Kloster, die unser Kameramann Stefan Nikodijević Mita, der ebenfalls zum ersten Mal Kosovo und Metochien besuchen konnte, aufmerksam durch das Objektiv seiner Kamera einfing.

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- Unter uns haben wir auch Dichter... Stevan Janošević liest eines seiner Lieder über Kosovo und Metochien vor, das er während dieser humanitären Reise verfasst hat - 

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- Mit Vater Isaija im Kloster Visoki Dečani - 

Darauffolgend blieben wir zum Mittagessen mit der Bruderschaft von Visoki Dečani wie auch andere Gäste die eingeladen wurden. Dieses Ereignis hinterließ auch einen besonderen Eindruck, besonders bei denen die zum ersten Mal an einem gemeinsamen Essen in einem christlich-orthodoxen Kloster teilgenommen haben – vor allem bei den jüngeren unter uns. Das Essen beginnt und endet mit einem Gebet des Klostervorstehers, in diesem Fall von Vater Sava, und während des gesamten Mals liest einer der Mönche das Wort Gottes. Die jüngeren unter uns kommentierten diese Situation, dass sie das an die populäre Fernsehserie „Game of Thrones“ erinnern würde. Aber nein, das ist keine Szene aus eine TV-Serie, sondern eine authentische und erhaltene mittelalterliche und christliche Kultur und Tradition die vor allem in christlich-orthodoxen Heiligtümern gepflegt wird. Ein besonderes Gefühl hinterlässt die Zusammengehörigkeit und Einigkeit, die man während des ganzen Aufenthaltes im Kloster spüren kann – nicht nur zur Zeit des Mittagessens, das die Mönche ausgezeichnet zubereiten.

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- Im Patriarchenkloster von Peć - 

Nach dieser starken psychischen Erholung und Stärkung, setzen wir unsere Reise in Richtung Patriarchat von Peć fort, wo die Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche ins Amt eingeführt werden. Dort trafen wir deutsche Touristen die uns erzählten, dass sie regelmäßig Serbien besuchen und dass auf sie vor allem die Wärme der Menschen und die Schönheit der Natur den stärksten Eindruck hinterlassen haben, aber sie haben auch bemerkt, dass es in Serbien viele Gebetshäuser gibt.

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- Eines der vielen zerstörten und verlassenen serbischen Häuser... - 

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- Stefan erklärt uns vor dem Eigentum seiner Mutter wo einst das Haus, der Stall, etc. gestanden sind... Als wir den Kosovo verlassen wollten, hat man ihn am administrativen Übergang eine halbe Stunde lang festgehalten, weil er im neuesten Film von Boris Malagurski "Kosovo: Ein Moment in der Zivilisation" als Erzähler engagiert ist - 

Direkt aus dem Patriarchat von Peć, das auch Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, fuhren wir in den nahegelegenen Ort Belo Polje bei Peć. Von dort stammt die Mutter unseres Freundes Stefan Popović aus Australien. Schon als wir uns dem Dorf näherten konnte man sehen, dass viele Häuser zerstört oder verlassen wurden und dass es sich um serbische Eigentümer handelt. Dort besuchten wir den Platz auf dem einst der Hof und das Haus von Stefans Mutter waren. Leider konnten wir an diesem Ort nur Schutt und Asche antreffen. Es wurde uns gesagt, dass ein Albaner auf ihrem Grundstück, das er nicht so leicht enteignen konnte – also konnte er es auch nicht verkaufen – Erde anhäuft die er verkauft wenn diese jemand für Bauzwecke u.Ä. benötigt. Während wir auf dem Grundstück von Stefans Familie standen, kam ein einstiger Nachbar seiner Mutter vorbei der Stefan anhand seines Aussehens und durch die Erzählung erkannte – das war ein wirklich berührender Augenblick den man nicht so leicht vergisst. Wenn man Belo Polje betritt hat man den Eindruck man würde in eine Geisterstadt kommen, die verlassen ist, aber uns wurde von serbischer Seite erzählt, dass Leute langsam wieder zurückkommen.

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- Beim Ehepaar Stepić, die Ziege die wir ihnen kauften im Vordergrund - 

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- Danilo Stepić erklärt uns wo sie überall gewohnt haben bevor sie nach Drenovac zurückkehrten - 

Nun folgte endlich die erste Familie die wir am dritten Tag besuchten. Im Dorf Drenovac bei Peć wartete das Ehepaar Stepić – Danilo (59) und Rajka (55). Die Europäische Union errichtete ihnen und ihren Nachbarn neue kleine Häuser – sie sind ebenfalls Rückkehrer. Sie flüchteten 1999 vor dem Krieg und den NATO-Bomben und wohnten in den Jahren darauf in verschiedensten Auffangzentren in Serbien. Ihre Kinder kamen aber leider nicht zurück – sie blieben in Belgrad. Sie betreiben etwas Landwirtschaft zum Eigenverbrauch und erhalten Sozialhilfe in Höhe von 17.000 Dinar (ca. 140 Euro). Sie freuten sich besonders über unseren Besuch, denn wie sie uns sagten, besucht sie selten jemand außer den Nachbarn.

Den Stepićs haben wir mit dem Kauf einer Ziege im Gesamtwert von 120,00 Euro geholfen in der Hoffnung, dass sie davon Nutzen in Form von Milch und Käse haben werden. Dieser Familie haben wir auf Empfehlung der Bruderschaft von Visoki Dečani geholfen.

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- Unser Freund Felix Sowinski, in Dedanken über das Schicksal der Serben im Kosovo - 

Es näherte sich bereits das Ende dieser humanitären Aktion vor Ort. Der Norden Kosovo und Metochiens war der nächste Zielpunkt. Dort haben wir zunächst weitere Süßigkeiten und Knabberzeug für die Kinder der letzten Familie im Rahmen dieser Aktion gekauft. Außerdem besuchten wir die große Statue des heiligen Zaren Lazar und die Wandmalerei der serbisch-russischen Freundschaft im Zentrum von Kosovska Mitrovica. Indem wir durch den südlichen Teil der Stadt gefahren sind, der albanisch ist, spürte man sofort einen Stimmungsunterschied als wir in den nördlichen Teil der Stadt, der serbisch ist, angekommen sind.

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- Ein Fahrzeug der Vereinten Nationen in Kosovska Mitrovica - 

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- Eine große Statue des heiligen Zaren Lazar, der uns zeigt in welche Richtung uns unser Weg führen wird - 

Familie Mikulić, die 15. und zugleich letzte Familie die wir diesmal besuchten, lebt in der sogenannten Bosniakengasse, der Straße die genau zwischen den beiden Stadtteilen liegt. Direkt vor dem kleinen Haus von Familie Mikulić befindet sich ein Kinderspielplatz der im Juni dieses Jahres errichtet wurde. Was uns aber vollkommen schockierte war, dass dieser neue Spielplatz fast vollkommen locker und beschädigt war. Da albanische Kinder die wir dort angetroffen haben nicht normal mit den anderen Kindern spielen, sondern sehr aggressiv auf der Rutsche, den Schaukeln und anderen Geräten herumspringen, hat sich die Konstruktion der Schaukel losgelöst, die Ketten der Schaukelsessel sind verschwunden, der Gummiboden ist an mehreren Stellen losgelöst und hat Löcher, usw. So kommt es, dass dieser Spielplatz innerhalb von weniger als zwei Monaten fast unbenutzbar geworden ist, wobei hier serbische, bosniakische und andere nichtalbanische Kinder gemeinsam mit den albanischen Kindern spielen sollten. In normalen Umständen zu spielen ist hier leider nicht möglich.

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- Eine Nachricht auf einer Wand in K. Mitrovica: Kosovo ist Serbien, Krim ist Russland - 

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- Ankunft bei den Mikulićs - 

Interessant fanden wir es als wir die Kinder aufgenommen haben wie sie „spielen“, wobei es schon dunkel war. In einem Augenblick sind sie plötzlich ruhig geworden und haben sich soweit zurückgezogen wie die Beleuchtung der Kamera reichte, da sie bemerkt haben, dass etwas aufgenommen wird. Nach nur ein paar Minuten tauchte eine Gruppe von albanischen Jugendlichen auf, um zu überprüfen was dort passiert. Ein Junge hat uns geholfen die Schaukel zu filmen, also fragten wir ihn wie er heißt. Der kleine Kenan erzählte uns dass er Bosniake sei und dass er eher mit den serbischen Kindern zusammenspielt, mit denen er auch gemeinsam zur Schule geht. Auf der Wand neben dem Spielplatz stand „Töte Serbien“...

Bild könnte enthalten: 12 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen

- Mit den Mikulićs neben den Stockbetten die wir ihnen u.a. gekauft haben -

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die stehen, Kind und im Freien

- Stevan mit Vasilije Mikulić (rechts) und seinem Freund vor dem Spielplatz - 

Familie Mikulić besteht aus sechs (6) Mitgliedern: Vater Sladjan (46), Mutter Sonja (40) und ihre Kinder Vukica (17), Lazar (16), Jovan (12) und Vasilije (10). Sie sind 1999 aus Peć geflüchtet und wohnten dann in verschiedenen Orten in Serbien und Montenegro bis sie nach Kosovska Mitrovica zogen. Sladjan ist der Einzige in der Familie mit einer Arbeit. Er ist als Portier in einem Krankenhaus tätig wo er 30.000 Dinar (ca. 250 Euro) verdient. Sie bekommen noch Kindergeld in Höhe von 10.000 Dinar (ca. 80 Euro). Die Söhne haben uns erzählt, dass sie manchmal mit den albanischen Kindern spielen, aber Vukica hat Angst vor ihnen. Als wir ein gemeinsames Foto machen sollten, wollten sie das nicht vor dem Haus machen, da dort auf dem Spielplatz viele albanische Kinder waren, sodass wir das Foto im Haus machen mussten.

Familie Mikulić haben wir mit dem Kauf eines Elektroherd und zweier Stockbetten im Gesamtwert von 539,00 Euro geholfen.

Alle Kinder und Jugendliche - es waren insgesamt 45 in 15 Familien innerhalb dieser Hilfsaktion – haben Süßigkeiten und Knabberzeug im Gesamtwert von 130,09 Euro bekommen. Die Kosten dieser Aktion haben insgesamt 537,43 Euro betragen.

Bild könnte enthalten: Pflanze und im Freien

- "Töte Serbien", eine hässliche Nachricht auf dieser Mauer, die uns aber nicht verabschiedet hat, sondern die Fröhlichkeit und das Lachen der zahlreichen Kinder sowie die unermessliche Kraft und Tapferkeit ihrer Eltern, die wir kenenlernen durften - 

Schließlich bleibt uns nur noch übrig uns bei unseren Partnern aus der Organisation „Majka devet Jugovića“ sowie bei der Bruderschaft des Klosters Visoki Dečani für die Unterstützung und die große Gastfreundschaft während unseres Aufenthaltes in Kosovo und Metochien zu bedanken. Sowie auch bei allen Spendern die von Herzen für armutsbetroffene Familien in Kosovo und Metochien gespendet haben und ohne die es nicht möglich gewesen wäre diese große Hilfsaktion erfolgreich zu realisieren. Unter ihnen waren Spender aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Schweden und Serbien. Es gab auch bekanntere Spender wie Muamer Hukić a.k.a. Marco Huck, ehemaliger Boxweltmeister, Aleksander Ignjovski, Fußballspieler bei Freiburg und serbischer Nationalteamspieler, die Spieler des American Footballvereins Swarco Raiders Tirol, sowie serbische Footballnationalteamspieler, Professoren von verschiedener Fakultäten und anonyme Spender von denen einer 10.000 Schweizer Franken (8.903,13 Euro) spendete, wie auch der Hilfsverein der Deutschen Konservativen e.V. – Menschen in Not die 1.000 Euro oder der Unternehmer Marko Mitrovski aus Berlin der 500 Euro spendete. ALLEN EIN GROSSES DANKESCHÖN IM NAMEN ALLER FAMILIEN DENEN WIR IM RAHMEN DIESER HILFSAKTION HELFEN KONNTEN! Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft gemeinsam armutsbetroffenen Familien am Balkan helfen werden können!

VERBUNDEN SIND WIR STÄRKER!,

Serbisch Orthodoxer Jugendverein Innsbruck - SPOJI

 

  • GESAMTWERT DER HILFSGÜTER: € 14.950,49
  • KOSTEN:

- Reiskosten (Treibstoff, Maut & Versicherung): € 250,90

- Bankkosten der Transaktion der Geldmittel zum Kauf der Hilfsgüter: € 57,25

- Flugticket für den Kameramann und Unterkunft für einen Fahrer und den Kameramann: € 229,28

INSGESAMT: €537,43

  • GESAMTWERT DER HILFSAKTION: € 15.487,92

HERKUNFT DER FINANZMITTEL:

  • Intensive Spendensammelaktion für die Hilfsaktion in Kosovo und Metochien, von 15.07. bis 10.08.2017: € 13.031,00
  • Von den gesammelten humanitären Spenden für Kosovo und Metochien durch Aktivitäten der vergangenen Monate (Royal Cup, Filmpremiere, Vorträge, Mitgliedsbeiträge, einzelne regelmäßige Spenden, ...): € 2.456,92
  • INSGESAMT: € 15.487,92

 

SPENDER VON 15.07. BIS 10.08.2017.:

  1. Saša Janković [Hall in Tirol] - /€ 50,00/
  2. Darko Jurišić [Linz] - /€10,00/
  3. Željko Malešević, MA [Linz] - /€15,00/
  4. Anonymer Spender - /€50,00/
  5. Smiljana Kuzma [Deutschland] - /€200,00/
  6. Anonymer Spender - /€42,00/
  7. Gruppe von Spendern [Serbien] - /€60,00/
  8. Dragičević N. u. M. [Linz] - /€50,00/
  9. Sanja Stefanović [Hall in Tirol] - /€50,00/
  10. Jovan Tomić [Jenbach] - /€100,00/
  11. Stefan Blagojević [Wien] - /€15,00/
  12. Muamer Hukić [Deutschland] - /€200,00/
  13. Aleksandar Ignjovski [Deutschland] - /€300,00/
  14. Gruppe von Spendern [Wien] - /€30,00/
  15. Dominik Alexander Bauer [Innsbruck] - /€20,00/
  16. Stefan Jović [Innsbruck] - /€50,00/
  17. Dejan Jakovljević [Innsbruck] - /€50,00/
  18. Paul-Philipp Lasch [Innsbruck] - /€62,00/
  19. Milan Obradović [Innsbruck] - /€50,00/
  20. Daniela Rutz [Schweiz] - /€134,12/
  21. Dragan Petrović [Serbien] - /€50,00/
  22. Stevan Janošević [Serbien] - /€22,15/
  23. Mag. Milan Nešić [Innsbruck] - /€50,00/
  24. Familie Perić [Schweiz] - /€50,00/
  25. Familie Marković [Innsbruck] - /€100,00/
  26. Anonymer Spender - /€100,00/
  27. Djordje Djordjević [Innsbruck] - /€20,00/
  28. Jean-Antoine Parrer [Wien] - /€20,00/
  29. Rada Ignjatić [Innsbruck] - /€20,00/
  30. Natalija Knežević [Salzburg] - /€20,00/
  31. Marko Pijetlović [Innsbruck] - /€10,00/
  32. Sara Stefanović [Innsbruck] - /€50,00/
  33. Diana Mitić [Wörgl] - /€100,00/
  34. Anonymer Spender - /€20,00/
  35. Menschen in Not - Hilfsverein der Deutschen Konservativen e.V. [Deutschland] - /€1.000,00/
  36. Danijel Ignjatić [Innsbruck] - /€20,00/
  37. Anonymer Spender - /€8.903,13/
  38. Dejan Senić [Berlin] - /€50,00/
  39. Slavko Malešević [Linz] - /€20,00/
  40. Slavko Jugović [Innsbruck] - /€40,00/
  41. Milan Kulić [Serbien] - /€17,00/
  42. Marko Mitrovski [Deutschland] - /€500,00/
  43. Lukas Lukovac [Wörgl] - /€20,00/
  44. Boban Milosavljević [Innsbruck] - /€50,00/
  45. Anonymer Spender - /€30,00/
  46. Jasmina u. Mladja [Innsbruck] - /€100,00/
  47. Barkovskaia o. Jovanović [Wien] - /€10,60/
  48. Roland & Vera Merkel [Innsbruck] - /€100,00/
  • INSGESAMT: €13.031,00

Falls Sie auch einen freiwilligen Spendenbeitrag für armutsbetroffene Familien mit mehreren Kindern am Balkan leisten wollen, können Sie das an 365 Tagen im Jahr mittels einer der folgenden Spendenmöglichkeiten machen:

  • Konto für die EU und die Schweiz:

JUGENDVEREIN SPOJI
IBAN: AT48 2050 3033 0067 8129
BIC: SPIHAT22XXX
Zweck: Spende Familien Balkan

  • Für Spenden über PayPal:

https://www.paypal.me/spoji

  • Für Spenden über „Western Union“ melden Sie sich bitte bei uns mittels folgender E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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ANMERKUNG:

Nach Einzahlung der Spende erhält jeder Spender auf Wunsch eine Spendenbescheinigung, sowie einen kompletten Bericht mit Fotos und Rechnungen nach abgeschlossener Hilfsaktion die wir persönlich vor Ort durchführen, der auch auf unseren Homepages und sozialen Netzwerken veröffentlicht wird.

TRANSPARENZ wird bei uns groß geschrieben!

Gelesen 556 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 September 2017 00:05

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